Friday 15. September 2017

Made in Austria: Die European Bike Week rockt zum 20. Mal Faak

Die größte European Bike Week aller Zeiten: rund 125.000 Besucher. Eigens zur European Bike Week angereist: Karen Davidson. Alle neuen 2018er Softail Modelle im Expo-Zelt. Flat-Track-Rennen auf umgebauten Street Rod 750 Modellen. Mehr als 10.000 Maschinen bei der großen Parade!

Circa 125.000 Besucher und mehr als 70.000 Motorräder sorgten in der ersten vollen Septemberwoche zum 20. Mal dafür, dass es in Kärnten, Österreichs südlichstem Bundesland, ordentlich rund ging. Geeint durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Harley-Davidson, pilgerten die unterschiedlichsten Menschen aus aller Herren Länder nach Faak am See, um die European Bike Week zu erleben.

Längst gilt das Festival, das bei freiem Eintritt traditionell den Höhepunkt und Abschluss der Saison bildet, als Europas größte Motorrad-Rally. Zu den Besuchern mit der weitesten Anreise zählte Karen Davidson. Die Urenkelin eines der Firmengründer von Harley-Davidson war extra aus Milwaukee nach Österreich gereist, um „Faak“ zu erleben.

Ihr und den anderen Gästen wurde jede Menge geboten, denn aus Anlass des runden „Bike Week“-Jubiläums hatten sich die Veranstalter etliche Highlights ausgedacht. So fanden auf einem eigens präparierten Areal Flat-Track-Rennen statt, bei denen 20 internationale Journalisten gegeneinander antraten. Sie durften am 5. und 6. September auf Street Rod 750 Modellen, bei denen unter anderem Lenker, Sitz, Tank, Auspuff, Räder und Reifen modifiziert wurden, nach Herzenslust über den losen Untergrund des Renn-Ovals driften – unter fachkundiger Anleitung des international erfolgreichen Flat-Track-Champions Marco Belli. Ein ums andere Mal waren die Zuschauer begeistert, wenn die Bikes unglaublich nah beieinander die Kurven im wilden Slide nahmen. Sieger war der Italiener Elia Sammartin vom Magazin Riders. Auf Rang 2 und 3 platzierten sich der Spanier Ferran Mas (Solo Moto) und der japanische Freelancer Daigoro Suzuki. Für die schnellste Runde wurde Ferran Mas fürstlich belohnt: Er durfte sein Bike mit nach Hause nehmen.

Unweit der Flat-Track-Strecke schlug wieder das Herz des Events: Im 40.000 m2 großen Harley Village präsentierten 22 Harley-Davidson Händler aus fünf Ländern, etwa 100 freie Trader und rund 30 Caterer ein unschlagbares Angebot zum Shoppen, Staunen und Schlemmen. Im Expo-Zelt waren erstmals in Europa die 2018er Harley Modelle zu sehen – allen voran die brandneue Softail Familie. Natürlich durfte man nicht nur Probe sitzen, sondern auch Probe fahren! Etwa 1.200 Gäste nutzten die Gelegenheit, noch vor dem Rest der Welt das Feeling im Sattel einer 2018er Harley-Davidson zu genießen.

Im Harley Village präsentierte auch Jeep, der offizielle Partner von Harley-Davidson, seine Offroader. Im Rahmen der Test Drive und Offroad Experience durften die Besucher sich selbst hinter das Lenkrad eines Allradlers setzen, um die Qualitäten der Fahrzeuge persönlich zu erfahren. Im Anschluss an die Probefahrt traf man sich in der Jeep Lounge beim Merchandise Stand, der Präsentation des neuen Jeep Compass oder beim Barbier, der Haare und Bart stutzte.

Wer nicht gerade die gute Laune im Village genoss, vergnügte sich auf eigene Faust oder im Tross der vier geführten Touren im Kurvengeschlängel der alpinen Umgebung. Abends rockten 25 Interpreten die große Open-Air-Bühne und die beiden Festzelte, darunter die gefeierten Bands The Picturebooks, Black Stone Cherry und Danko Jones.

Am Freitag wetteiferten in der Custombike-Show über 70 der schönsten Umbauten, die der Event zu bieten hatte, miteinander. Den Titel „Best of Show“, verbunden mit einer wertvollen Messing-Trophäe von 2Saints, Paris, heimste Nedal Amin aus Kuwait ein. Ihm wird sich die Veranstaltung für immer ins Gedächtnis einbrennen, und nicht anders wird es Ana „Mamana“ Ivancic gehen. Sie hatte am Story-Wettbewerb anlässlich des 20. Jubiläums des European Bike Week teilgenommen und wurde für die schönste Event-Geschichte mit einer Harley-Davidson Forty-Eight belohnt, die eigens für die Veranstaltung customized wurde. Über eine weitere Forty-Eight durfte sich Peter Van De Luijster freuen – er gewann die Maschine in der alljährlich stattfindenden großen Verlosung, bei der 6.000 kostenlose, nummerierte Armreife als Lose dienten.

Bei der großen Parade starteten am Samstag etwa 10.000 Bikes zu einem gewaltigen Korso rund um den Ossiacher See. Ein weiteres Fest für Auge und Ohr bescherten die „Flying Bulls“ den Gästen wenige Stunden später: Mit einem Alpha Jet präsentierte Pilot Stefan Doblhammer faszinierende Luftakrobatik. Und in der letzten Nacht erhellte ein spektakuläres Höhenfeuerwerk den Himmel über dem See – ein Geschenk der Motor Company an alle Fans.

Schon bald sind in Faak Schneeschuhe und Skier angesagt, doch auch die Mopetten kommen wieder. Ganz bestimmt. Es dauert allerdings ein Jahr: Vom 4. bis zum 9. September steigt die European Bike Week 2018. Man sieht sich also wieder in Faak und bis dahin genießt man viele hübsche Event-Impressionen auf hogeuropegallery.com.